Psychotherapie-Honorar für privat versicherte Klienten:

Bei privat versicherten Klienten berechne ich das Sitzungs-Honorar nach dem Satz 2,3 * GOP-861 (Gebühren-Ordnung für Psychologen), das sind 92,50 E je Sitzungs-Sunde á 50 Min., bei längerer Dauer das entsprechende Vielfache (10-Min.-Takt). Dieser Satz wird in der Regel von den Privaten Kranken-Versicherungen (PKV) erstattet.

Psychotherapie-Honorar für gesetzlich versicherte Klienten:

A) Versicherte der Gesetzlichen Kranken-Versicherung [GKV], die zur Psychotherapie [Pt] wol­len, haben einen Rechts-Anspruch auf eine Pt bei einem GKV-Vertrags-Behandler [VB], der seine Honorare über die Chipkarte des Klienten [Kl] direkt mit der Kassenärztlichen Vereini­gung [KV] abrechnet, sodass der Klient mit Honorar-Zahlun­gen nichts zu tun hat.

B) Fast alle VB haben sehr lange Warte-Zeiten, so dass Klienten oft viele Monate auf den Beginn der Pt beim VB warten müssen. Ausnahmen sind:

  • a) VB, die sich erst vor kurzer Zeit niedergelassen und daher nur wenige Klienten haben,

  • b) VB, die zwar schon seit langer Zeit arbeiten, denen aber die Klienten wegbleiben.

C) Wenn sich der Klient, wenn er endlich „dran“ ist, bei dem VB nicht wirklich wohlfühlt, ist die Fortsetzung der Pt bei diesem VB sinnlos, da ihm das zur Pt nötige Vertrauen fehlt. Er muss sich einen neuen VB zu suchen und sich bei ihm auf die Warteliste setzten lassen. Beim neu­en VB kann ihm dasselbe wieder passieren.

D) Das heißt: einerseits haben GKV-Versicherte einen Rechtsanspruch auf eine Psychothera­pie nach zumutbarer Warte­frist von max. 3 Monaten, anderseits kann das GKV-System die­- sen Anspruch nicht erfüllen. Juristen nennen das System-Versagen.

E) Wenn das GKV-System diesen Rechts-Anspruch des Versicherten nicht erfüllen kann, kann er zur „Außervertraglichen Psychotherapie“ (AvPt) bei einem Psychologischen Psy­cho­therapeuten (PP) gehen, der „nicht zugelassenen“ ist. Die irreführen­de Be­zeich­nung „Nicht-Zulassung“ bezieht sich allein auf das Abrechnungs-Verfahren (über die Chipkar­te), nicht auf die Pt selbst. Die ist unabhängig vom Abrechnungsverfahren.

F) Will der Klient zur AvPt, deren Kosten die GKV erstatten soll, muss er die Kostenerstat­tung bei der GKV beantragen (lassen). Einerseits ist das Verfahren sehr bürokratisch, an­drer­seits kenne ich es genau. Daher kann ich das Verfahren größ­tenteils für den Klienten über­nehmen, wenn er mich dazu bevollmächtigt.

G) Die AvPt gliedert sich in folgende Phasen:

  • a) Probatorik: In den ersten 5 Sitzungsstunden soll der Psychologe den Klienten mit seiner Proble­matik, ihrer Entste­hung-Ge­schichte u. ihrem Ausmaß so gut ken­nen­lernen, dass er da­rüber einen Bericht an den Me­di­zinischen Dienst der GKV (MDK) schrei­ben kann.

  • b) Bericht an den MDK: nach den probator. Sitzungen schreibt der Psychologe einen Be­richt über den Klienten. Der Bericht geht (unter Chiffre / im separaten Umschlag) über die GKV an den MDK, sodass GKV-Angestellte (die den Umschlag nicht öffnen dürfen) kei­ne Kenntnis der Problematik des Klienten erhalten. Der MDK ent­scheidet über die Geneh­mi­gung der Pt im engeren Sinn (nach der Probatorik).

  • c) Psychotherapie (im engeren Sinn): Hat der MDK die Pt genehmigt, können der Klient und der Psychologe mit der Bearbeitung der Problematik des Klienten beginnen.

H) Für den Antrag zur AvPt-Genehmigung muss der Klient folgende Unterlagen beibringen:

  • a) einen Nachweis, dass er vergeblich nach GKV-Vertrags-Behandlern (VB) gesucht hat. Einzelheiten dazu stehen in meiner WS www.wiki-psych.de

  • b) Ärztl. Überweisung zur Psychotherapie bzw. ärztl. Notwendigkeits-Beschei­ni­gung (hängt von der einzelnen GKV ab) und einen ärztl. Konsiliar-Bericht.

  • c) Vollmacht des Klienten für den Psychologen, den Antrag zur AvPt­Genehmi­gung zustellen, die alleinige Federführung im Antrags-Ver­fahren über­nehmen und Entbindung von seiner Schweigepflicht gegenüber den beteiligten Stellen. Dazu sende ich ihm ein Formular.

I) Hat mir der Klient alle erforderlichen Unterlagen zugesandt, kann ich in seinem Namen bei seiner GKV die Kostenerstattung für die Probatorik beantragen.

J) Die GKV bearbeitet den Antrag und sendet ihn an den MDK. Der MDK muss die Probatorik (in der Regel 5 Std.) genehmigen. Warte-Zeit: hängt von GKV und MDK ab.

K) Der Klient erstellt (nach zugesandtem Muster) einen ausführlichen TLL, in dem er vor allem seine Beziehungen zu den Personen schildert, die eine wichtige Rolle in seiner psycho­so­zi­alen Entwicklungs-Geschichte gespielt haben.

L) Der Klient kommt zur Probatorik (3 – 4 Termine). Anhand meiner Erkenntnisse daraus erstelle ich den Klienten-Bericht (KB), den ich über die GKV an den MDK sende.  Mein Honorar für die Berichts-Erstellung erstattet die GKV nur zum Teil (ca. 55 E), so  dass der Klient (je nach Länge des Berichts selbst tragen muss.

M) Der MDK entscheidet über die Genehmigung der Pt (im engeren Sinn).

N) Beginn der Pt (im engeren Sinn): In Absprache mit dem Klienten setze ich möglichst am sel­ben Wochentag zur selben Uhrzeit in der Regel doppel-stün­d. Sitzungen (100 Min.) an, zu­nächst etwa 1 – 2 mal pro Woche, später in größeren zeitlichen Abständen

Pauschal-Angebot für ein kurzfristig angesetztes Erst-Gespräch:

Wenn Sie GKV-versichert oder Selbst-Zahler sind und möglichst bald (etwa zur Krisen-Intervention) kommen wollen, biete ich ein kurzfristig terminiertes [ca. 1 Woche nach Eingang Ihrer Unterlagen] Erst-Gespräch (EG) zu einem Pauschal-Honorar an. Die Höhe des Honorars vereinbare ich von Fall zu Fall. Das Pauschal-Angebot können Sie zur Psychotherapie oder für eine Psycholog. Beratung nutzen. Es umfasst folgende Leistungen:

  • meine Vorbereitung auf das EG anhand Ihrer Antworten auf meine Fragen zur Vorbereitung des Erst-Gespächs [max. 8.000 Zeichen],

  • unser ausführliches EG [Mindest-Dauer 125 Min. / Ende offen] mit einer abschließenden Übung zu Entspannung, innerer Ruhe und Gelassenheit,

  • meine Bearbeitung Ihres Rapports zu diesem EG.

  • Weitere Einzelheiten auf telefonische Anfrage.

Hinweise:

Das Pauschal-Honorar wird in der Regel von keiner GKV erstattet.

Das Pauschal-Angebot gilt nicht für privat versicherte Klienten, deren PKV Sitzungs-Honorare erstatten soll. Über das Erst-Gespräch rechne ich wie über die folgenden Stzungen nach der GOP ab.

Psychologische Beratung:

Beratungen

  • zu Ehe- und Partnerschafts-Konflikten,

  • zu Erziehungs-, Schul- und Studien-Problemen,

  • zu arbeits- und berufs-psychologischen Themen,

  • zu allgemeinen Lebens- / Sinn-Krisen,

  • zur Vorbereitung auf die MPU

sind keine Psychotherapie. Honorare werden nur in Ausnahme-Fällen von den PKV / GKV erstattet.

Für diese Beratung vereinbare ich mit dem Klienten einen individuellen Honorar-Satz, der von der Thematik und Komplexität abhängt.