Psychotherapie-Honorar für privat versicherte Klienten

Bei privat versicherten Klienten berechne ich das Sitzungs-Honorar nach GOP (Gebühren-Ordnung für Psychologen). Deren Sätze werden in der Regel von Privaten Kranken-Versicherungen (PKV) erstattet.

Psychotherapie-Honorar für gesetzlich versicherte Klienten

A) Versicherte der Gesetzlichen Kranken-Versicherung [GKV], die zur Psychotherapie [Pt] wol­len, haben einen Rechts-Anspruch auf eine Pt bei einem GKV-Vertrags-Behandler [VB], der seine Honorare über die Chipkarte des Klienten [Kl] direkt mit der KV [Kassenärztliche Vereini­gung] abrechnet, sodass der Klient mit Honorar-Zahlun­gen nichts zu tun hat.

B) Fast alle VB haben sehr lange Warte-Zeiten, so dass Klienten oft viele Monate auf die Pt beim VB warten müssen. Ausnahmen sind:

  • a) VB, die sich erst vor kurzer Zeit niedergelassen und daher nur wenige Klienten haben,
  • b) VB, die zwar schon seit langer Zeit arbeiten, denen aber die Klienten wegbleiben. Warum wohl?

C) Wenn sich der Klient, wenn er endlich „dran“ ist, bei dem VB nicht wirklich wohlfühlt (das muss weder am Klienten noch am Therapeuten liegen), ist die Fortsetzung der Pt bei diesem VB sinnlos, da ihm das zur Pt nötige Vertrauen fehlt. Er muss sich einen neuen VB zu suchen und sich bei ihm auf die Warteliste setzten lassen. Beim neu­en VB kann ihm dasselbe wieder passieren.

D) Das heißt: einerseits haben GKV-Versicherte einen Rechtsanspruch auf eine Psychothera­pie nach zumutbarer Warte­frist von max. 3 Monaten, anderseits kann das GKV-System diesen Anspruch nicht erfüllen. Juristen nennen das System-Versagen.

E) Wenn das GKV-System diesen Rechts-Anspruch des Versicherten nicht erfüllen kann, kann er zur „Außervertraglichen Psychotherapie“ (AvPt) bei einem Psychologischen Psy­cho­therapeuten (PP) gehen, der „nicht zugelassenen“ ist. Die irreführen­de Be­zeich­nung „Nicht-Zulassung“ bezieht sich nur auf das Abrechnungs-Verfahren (über die Chipkar­te), nicht auf die Pt selbst. Die ist unabhängig vom Abrechnungsverfahren.

F) Will der Klient zur AvPt, deren Kosten die GKV erstatten soll, muss er die Kostenerstat­tung bei der GKV beantragen (lassen). Das Verfahren ist sehr bürokratisch und unterschiedlich von GKV zu GKV. Dazu kann ich nichts Allgemeingültiges sagen.


Pauschal-Angebot für kurzfristig angesetzte Erst-Gespräche

Wenn Sie GKV-versichert oder Selbst-Zahler sind und möglichst bald (etwa zur Krisen-Intervention) kommen wollen, biete ich ein kurzfristig [ca. 1 – 2 Wochen nach Eingang Ihrer Unterlagen] terminiertes Erst-Gespräch (EG) zu einem Pauschal-Honorar an. Das Pauschal-Angebot können Sie zur Psychotherapie oder für eine Psycholog. Beratung nutzen. Es umfasst folgende Leistungen:

  • meine Vorbereitung auf das EG anhand Ihrer Antworten auf meine Fragen zur Vorbereitung des Erst-Gespächs [max. 6.000 Zeichen],
  • unser ausführliches EG [Mindest-Dauer 125 Min. / Ende offen] mit einer abschließenden Übung zu Entspannung, innerer Ruhe und Gelassenheit,
  • meine Bearbeitung Ihres Rapports zu diesem EG.

Hinweise

Das Pauschal-Honorar wird in der Regel von keiner GKV erstattet.

Das Pauschal-Angebot gilt nicht für privat versicherte Klienten, deren PKV Sitzungs-Honorare erstatten soll. Über das Erst-Gespräch rechne ich wie über die folgenden Sitzungen nach der GOP ab.

Psychologische Beratungen

Beratungen

  • zu Ehe- und Partnerschafts-Konflikten,
  • zu Erziehungs-, Schul- und Studien-Problemen,
  • zu arbeits- und berufs-psychologischen Themen,
  • zu allgemeinen Lebens- / Sinn-Krisen,
  • zur Vorbereitung auf die MPU

sind keine Psychotherapie. Honorare werden nur bis zu einer bestimmten Stundenzahl von den PKV erstattet.