Erst-Gespräch

Vorbereitung

Damit wir schon ab dem Erst-Gespräch (EG) gut zusammen arbeiten, möchte ich, dass Sie sich und mich darauf vorbereiten. Dazu sende ich Ihnen einige Fragen zu Ihrer psychischen Situation. Wenn Sie die Fragen zuhaus allein (ohne Helfer) „aus dem Bauch“ heraus beant-worten, haben Sie u. U. schon einen ersten therapeutischen Effekt.

Wenn Sie mir Ihre Antworten vor dem EG zusenden, kann ich mich auch vorbereiten. Dann entfällt im EG zum größten Teil das sehr zeit-aufwendige Abfragen vieler Einzelheiten, da Ihre Antworten schon schwarz auf weiss vor mir liegen. Wir können uns dann mehr auf Ihr Kern-Thema konzentrieren.

Verlauf des Erst-Gesprächs

Zunächst stelle ich Ihnen kurz die Grundsätze meiner Arbeit und die einzelnen Phasen des Erst-Gesprächs vor. Dann höre ich Ihnen ein-fach zu, gehe dabei auf die einzelnen Punkte ein und gebe die eine oder andere Anregung. Danach besprechen wir anhand Ihrer Unter-lagen eingehend Ihre Themen. Für die letzte Phase (ca. 20 Min.) biete ich Ihnen eine spe-zielle Übung an, die Sie sehr ruhig und gelassen werden läßt, vor allem, wenn Sie sie zu-hause wiederholen.

Spontan-Einfälle

Wohl jedem Menschen fällt während einer Alltags-Situation spontan etwas ein, woran er nicht gedacht hat, z. B.: „Ich wollte ja noch!“. Mir geht das auch so; d. h. mein Unbewußtes hat mir eine „SMS“ mit dem Inhalt „Achte mal auf diesen Punkt“ geschickt.

Wenn mir während eines Gesprächs (Anrufs) plötzlich etwas einfällt, spreche ich das sofort aus, weil ich aus jahrzehntelanger Erfahrung weiß, daß ich damit meistens ins Schwarze treffe.

In der tiefenpsycholog. Fachsprache heißen diese spontanen Einfälle „Assoziationen“. Ich benutze lieber den verständlicheren Ausdruck „Spontan-Einfall“.

Sitzt ein Klient zum ersten Mal vor mir, ermuntere ich ihn, sich sofort zu melden, wenn ihm plötz­lich etwas einfällt. Meldet er sich dann während des Gesprächs mit einem Einfall, sehen wir uns dessen Inhalt an.

Das Ergebnis kann zum Beispiel sein, daß wir ein Thema, das wir noch nicht oder schon vor längerer Zeit besprochen haben, unter einem neuen Gesichtspunkt sehen. Beispiel: Wir haben über seine  Kinder gesprochen und plötzlich fällt ihm etwas aus seiner eigenen Kindheit ein.

Hatte ich, als der Klient sich meldete, den gleichen Einfall, weiß ich, daß sein und mein Unbewußtes miteinander kooperieren. Das befruchtet immer unsere Kommuni­kation und Zusammenarbeit.

Als Naturwissenschaftler (Dipl.-Ing.) ist mir klar, daß dieses Phäno-men ratio­nal nicht zu erklären ist. Meine tägliche Erfahrung beweist mir aber immer wieder, daß es funktioniert.

Vielleicht spüren Sie, daß ich sorgfältig und mit Herz und Verstand arbeite.

Termin-Vereinbarung

Sobald ich Ihre Antworten durchgearbeitet habe, rufe ich Sie zur Termin-Vereinbarung an. Wir versuchen einen für uns beide günsti-gen Termin (Datum / Uhrzeit) zu finden, dass Sie nach dem Gespräch noch Zeit haben, um auf einem ruhigen Spaziergang sein „emotionales Echo“ nachwirken zu lassen. Damit wir ganz gelassen in Ruhe miteinander sprechen können, nehme ich mir mindestens 125 Min. Zeit und lasse das EG ggf. auch länger dauern.

Ihnen empfehle ich, auch dafür zu sorgen, dass wir in Ruhe sprechen können und Sie sich nicht mit einem nachfolgenden Termin unter Zeitdruck setzen (Sie wissen ja: dem Menschen sei die Ruhe heilig, denn nur Verrückte haben ’s eilig!).